Berlin
Amsterdam
Dublin
Die Kosten des Stillstands
London
Paris
Gütertransport in Europas Hauptstädten – und was Stillstand kostet Index für die Frachteffizienz in Städten Europas
Rom
Madrid
Basierend auf den Daten vernetzter Fahrzeuge von Geotab | Gesamtjahr 2025
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Stadtporträts
03
12
Über diesen Bericht Der Index für die Frachteffizienz in Städten Europas analysiert, wie effizient Nutzfahrzeuge sich durch die sieben wichtigsten europäischen Hauptstädte bewegen können. Mithilfe von Daten aus der vernetzten Fahrzeugplattform von Geotab aus dem Jahr 2025 bewerten wir jede Stadt anhand von zwei Kriterien – Verkehrsfluss und durch Staus verursachte betriebliche Verluste. Daraus erstellen wir für jede Hauptstadt eine datengestützte Effizienzbewertung. Alle Bewertungen basieren auf normalisierten Vergleichen, nicht auf absoluten Zählungen.
Vorwort
Was das für Sie bedeutet
04
19
Einleitung: Die Ranglisten
Ausblick
06
20 21
Zwei Säulen, Zwei Geschichten
Methodik
07 10
Die Sicherheitsdimension
Der Mehrwert des Fuhrparkmanagements
11
Berichtszeitraum: Vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025
Skala: 0–100 (höher = effizienter)
Fragen: pr@geotab.com
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 2
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Zusammenfassung
Geotab hat die Daten vernetzter Fahrzeuge aus einem ganzen Jahr in sieben großen europäischen Hauptstädten analysiert, um die Frachteffizienz in Städten in großem Maßstab zu bewerten. Die Städte wurden anhand von zwei Kriterien bewertet: Verkehrsfluss im Netz und die durch Staus entstehenden betrieblichen Verluste (in Bezug auf Kraftstoff, Emissionen und Zeit). Berlin und Amsterdam zeigen eine klare Effizienz mit starker Leistung in Bezug auf beide Kriterien. Dublin und Rom nehmen eine Mittelposition ein, wobei jede Stadt ihre eigenen Stärken hat. Paris, London und Madrid stehen vor den größten Herausforderungen – aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Das Staumanagement ist das größte Unterscheidungsmerkmal zwischen Städten – nicht das Fahrzeugverhalten. Und über die gesamte Studie hinweg haben Lkw-Fuhrparks durchweg besser abgeschnitten als Pkw-Fuhrparks – nicht aufgrund unterschiedlicher Technologien, sondern aufgrund betrieblicher Disziplin: strukturierte Routenplanung, festgelegte Lieferzeiten und frachtspezifische Infrastruktur. Insgesamt verbrauchte der untersuchte Fuhrpark 2025 im Leerlauf über 1,5 Millionen Liter Kraftstoff – das entspricht ca. 2,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Monaten.
Effizienzranking
144 % 5 von 7 Das ist der
In 5 von 7 Städten schneiden Lkw- Fuhrparks besser ab als Pkw-Fuhrparks.
Rang Stadt
Gesamtpunktzahl (0-100)
Effizienzunterschied zwischen den Städten mit der besten und der schlechtesten Leistung.
1 Berlin
61
2 Amsterdam
59
3 Dublin
49
4 Rom
48
39 % 2,6 Millionen Euro Eine kollektive
5 Paris
37
Geschätzte Kosten für im Leerlauf verbrauchten Kraftstoff bei vernetzten Fahrzeugen in der Studie aus dem Jahr 2025.
6 London
29
Verbesserung um 39 % ist möglich, wenn alle Städte die Effizienz Berlins erreichen würden.
7 Madrid
25
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 3
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
NACHRICHT VON EDWARD KULPERGER
Jahrelang konnten wir den Verkehrsstau beobachten. Eine kontinuierliche, objektive Messung, insbesondere auf der Ebene der Leistung von Nutzfahrzeugen, erforderte jedoch einen anderen Ansatz. In diesem Bericht werden die Daten aus zwölf Monaten Fahrpraxis in sieben europäischen Hauptstädten analysiert. Die Bewertung erfolgt anhand von zwei Kriterien, die genau das ansprechen, was Fuhrparkbetreibern wichtig ist: ein effizienter Verkehrsfluss im Netz und die damit verbundenen Kosten, wenn dieser nicht möglich ist. Die Ergebnisse sind ehrlich und wahrscheinlich nicht für jede Stadt in diesem Bericht erfreulich. Ehrliche Daten sind jedoch genau das, was die Branche benötigt. Berlin und Amsterdam zeigen, dass ein leistungsfähiges Umfeld für den Frachtverkehr realisierbar ist. Madrid und London verdeutlichen den nötigen Handlungsbedarf, der sowohl Investitionen in die Infrastruktur als auch betriebliche Disziplin seitens der Fuhrparks erfordert. Die Aufgabe von Geotab besteht darin, Betreibern Dateneinblicke zur Verfügung zu stellen, die Aufschluss über ihre Vorgehensweise geben: in der Planungsphase, unterwegs und bei der Überprüfung von Betriebsabläufen. Das ist es, was die vernetzte Fahrzeugtechnologie in großem Maßstab ermöglicht. Das operative Umfeld für europäische Fuhrparks ist anspruchsvoll. Die Spitzenreiter dieser Studie meistern es jeden Tag. Geotab hat es sich zur Aufgabe gemacht, umfassende Datenexpertise und Analysen bereitzustellen, die Fuhrparkmanagern entscheidende Vorteile bieten und ihren Unternehmen so langfristigen Erfolg und Resilienz sichern.
Jeden Morgen verlassen Millionen von Fahrzeugen die Depots in ganz Europa. Sie liefern Lebensmittel an Supermärkte, Bauteile an Fabriken, Pakete an Haustüren, Medikamente an Krankenhäuser. Die Bedeutung davon ist leicht zu unterschätzen: Der kommerzielle Transport ist nicht nur ein Logistiksektor – es handelt sich um eine operative Ebene, die alles andere am Laufen hält. Ich habe jahrelang mit Fuhrparkbetreibern in dieser Region gearbeitet. Der Druck zeigt sich in den Details: enge Lieferfristen, mehr Stopps pro Route, mehr Vorschriften pro Stadt. Kraftstoffkosten erhöhen diesen Druck zusätzlich. Die Daten in diesem Bericht betreffen 2025 – ein Jahr der relativen Stabilität auf den europäischen Energiemärkten. Seitdem hat die geopolitische Instabilität im Nahen Osten die europäischen Dieselpreise auf über 2 Euro pro Liter nach oben gepresst. Das entspricht einem Anstieg von 30% innerhalb weniger Wochen. Bei diesen Preisen würde der in dieser Studie erfasste im Leerlauf verbrauchte Kraftstoff schätzungsweise mit 1 Million Euro mehr zu Buche schlagen. Die Fahrer, die diesem Druck standhalten müssen, sind qualifizierte Fachkräfte, die unter Bedingungen arbeiten, die von Jahr zu Jahr anspruchsvoller werden. Was sich ändert, ist die Umgebung um sie herum. Europäische Städte wachsen. Die emissionsfreien Zonen werden ausgeweitet. Die Compliance-Anforderungen variieren je nach Stadt, Fahrzeugklasse und Jahr. Betreiber, die sich anpassen können und über die notwendigen Dateneinblicke und Transparenz verfügen, um in Echtzeit zu handeln, werden diese Phase gut meistern. Diejenigen ohne diese Transparenz treffen Entscheidungen auf der Grundlage von Annahmen.
Die Zukunft der europäischen Fracht
Edward Kulperger Senior Vice President, EMEA, Geotab
Aus diesem Grund war es dieser Index wert, konzipiert zu werden.
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 4
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung
Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Warum die Frachteffizienz in Städten wichtig ist
Die Fracht ist das Kreislaufsystem der europäischen Städte. Jedes Produkt im Regal, jedes Paket vor der Haustür und jede Komponente in der Produktion ist auf das Straßennetz angewiesen. Wenn das System reibungslos funktioniert, geht es dem Geschäft gut. Wenn es ins Stocken gerät, steigen die Kosten über die gesamte Lieferkette hinweg: unnötiger Kraftstoffverbrauch, höhere Emissionen, unvorhersehbare Lieferzeiten, Übermüdung der Fahrer und höhere Kosten für Verbraucher.
Anmerkung zur Methodik Datenquelle:
Geotab-Plattform für vernetzte Fahrzeuge.
Zeitraum: Januar bis Dezember 2025. Umfang: 7 europäische Hauptstädte – Berlin, Amsterdam, Dublin, Rom, Paris, London und Madrid. Fahrzeuge: Pkws und Lkws werden separat analysiert. Punktzahlen: Skala von 0 bis 100 (höher = effizienter). Hinweis: Die Punktzahlen basieren auf einer Stichprobe vernetzter Fahrzeuge und stellen normalisierte, relative Vergleiche dar.
Dieser Index misst beides.
Anhand realer Daten vernetzter Fahrzeuge, die ein ganzes Jahr lang über die Geotab-Plattform erfasst wurden, haben wir sieben europäische Hauptstädte in zwei Kriterien bewertet: 01 Wie gut fließt der Verkehr Können sich Fahrzeuge effizient im Netz bewegen? Wie vorhersehbar sind Fahrzeiten? Wie viele Stunden am Tag fließt der Verkehr ungehindert? 02 Was Staus tatsächlich kosten Wie viel unnötige Kosten entstehen, wenn der Verkehr ins Stocken gerät. Wie viel Kraftstoff wird im Leerlauf verbraucht? Wie hoch sind die tatsächlichen Betriebskosten von Verkehrsstillstand?
Die Ergebnisse zeigen dramatische Unterschiede zwischen Regionen und Städten, die nur wenige Hundert Kilometer voneinander entfernt sind.
Vollständige Methodik auf Seite 21.
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 5
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung
Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Die Ranglisten
Berlin erzielte die höchste Gesamtpunktzahl (61). Es ist die einzige Stadt, die bei beiden Kriterien einen Wert von über 60 Punkten erreicht hat. Auf der anderen Seite stehen Madrid (25) und London (29) vor den größten Herausforderungen. Der Abstand zwischen Spitzenreiter und Schlusslicht beträgt 36 Punkte. Das entspricht einer Differenz von 144 %. Es zeichnen sich drei klare Gruppen ab: die Spitzenreiter in Sachen Effizienz (Berlin, Amsterdam), das Mittelfeld (Dublin, Rom) und die Städte unter Druck (Paris, London, Madrid). “Wir haben uns Abweichungen zwischen den Städten erwartet. Ein Effizienzunterschied von 144 % zwischen Berlin und Madrid war das Ergebnis, das uns aufhorchen ließ. Fuhrparks, die in mehreren europäischen Hauptstädten tätig sind, navigieren durch gänzlich unvergleichbare Umgebungen. Planung, Preisgestaltung und Fahrplan müssen dem Rechnung tragen.”
Effizienzranking
Rang Stadt
Gesamtpunktzahl (0-100)
49
1 Berlin
61
29
59
61
2 Amsterdam
59
3 Dublin
49
4 Rom
48
5 Paris
37
37
6 London
29
7 Madrid
25
48
25
Hoch Mittel
Über 50
Abhinav Vasu AVP Solutions Engineering EMEA, Geotab
30–50 Niedrig Unter 30
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 6
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Zwei Säulen, Zwei Geschichten Der Index misst zwei Kriterien für jede Stadt. Gemeinsam ergeben sie sehr unterschiedliche Bilder davon, warum manche Städte effiziente Frachtbewegungen ermöglichen und andere nicht. Wie der Verkehr fließt
Rangliste der Städte nach Stauaufkommen
Einblick in die Vorhersehbarkeit
Rom und Paris haben ein hohes Stauaufkommen, doch die Fahrzeiten sind gut vorhersehbar (Variabilitätswerte von 80 bzw. 82). Extreme Stauintensität führt zu einer gewissen Vorhersehbarkeit: Wenn die Straßen überlastet sind, stellt sich ein stabiles, langsam fließendes Gleichgewicht ein. London schneidet am schlechtesten ab: hohe Stauintensität UND unvorhersehbar. Dieselbe Lieferroute kann an einem Tag 20 Minuten und am nächsten 50 Minuten dauern. Vorhersehbare Staus ermöglichen es Fuhrparkmanagern, sich darauf einzustellen. Unvorhersehbare Staus beeinträchtigen Fahrpläne, Kundenverpflichtungen und Fahrerauslastung.
Bei diesem Kriterium werden drei Dinge gemessen: Stauintensität (zu wie viel Stau es im Laufe des Tages kommt), staufreie Zeitfenster (wie viele Stunden der Verkehr ungehindert fließt) und die Vorhersehbarkeit (wie konstant die Fahrzeiten von Tag zu Tag sind). Die Werte unterscheiden sich um das 3,8-Fache – hier zeigen sich die größten Unterschiede zwischen den Städten. Madrid erreicht sowohl bei der Stauintensität als auch bei den staufreien Zeitfenstern einen Wert von nahezu null. Das bedeutet, dass die Stauwerte zu jeder Tageszeit kritische Werte überschreiten. London liegt mit nahezu null in beiden Bereichen nur knapp dahinter. Berlin profitiert von einer polyzentrischen Stadtstruktur und breiten Boulevards, die die Verkehrsbelastung im gesamten Netz verteilen. Der Variabilitätswert (82) zählt zu den höchsten: Das Stauaufkommen ist nicht nur moderat, sondern vor allem vorhersehbar.
61 Berlin
55 Amsterdam
48 Dublin
39 Rom
30 Paris
21 London
16 Madrid
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 7
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Was Staus kosten
Kennzahlen zur Fahrtenineffizienz pro Stadt:
Dieses Kriterium misst Leerlaufzeiten während der Fahrt: also den Verlust, der entsteht, wenn der Verkehr ins Stocken gerät. Städte nach Fahrtenineffizienz geordnet: Bemerkenswert: Diese Werte liegen nah beieinander (52 bis 74, nur 1,4-fache Streuung), im Vergleich zum 3,8-Fachen bei der Stauintensität. Die Leistungsunterschiede zwischen Städten ergeben sich überwiegend aus dem Staumanagement. Rom ist ein perfektes Beispiel dafür: hohe Stauintensität, aber zugleich bester Wert bei der Fahrtenineffizienz (74). Der Verkehr fließt langsam, aber stetig – ohne häufiges Anhalten und Anfahren. Die Umweltverschmutzung pro Kilometer ist geringer als erwartet. Amsterdam erzielt mit einem ganz anderen Modell nahezu identische Ergebnisse (72): kompakte Stadtstruktur, kürzere Fahrten und optimierte Ampelsteuerung, die den Verkehrsfluss aufrechterhält.
“Die Bewertung der Fahrtenineffizienz hat uns überrascht. Die Werte liegen nah beieinander – mit einer 1,4-fachen Streuung im Vergleich zum 3,8-Fachen beim Stauaufkommen. Rom weist in der Studie die höchste Stauintensität und den geringsten Kraftstoffverbrauch im Leerlauf bei Lkw auf. Verkehr, der sich langsam, aber stetig bewegt, sorgt für weniger Verschwendung als Verkehr, der anhält und anfährt. Was die Top-Städte von den anderen unterscheidet, ist fast ausschließlich, wie das Straßennetz das Verkehrsaufkommen bewältigt.”
74 Rom
72 Amsterdam
62 Berlin
58 Paris
54 Madrid
52 Dublin
52 London
Abhinav Vasu AVP Solutions Engineering EMEA, Geotab
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 8
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Kraftstoffdaten bestätigen, was die Effizienzwerte vermuten lassen: Weniger effiziente Straßennetze verschwenden mehr Kraftstoff.
Am deutlichsten zeigen sich die Verluste beim Leerlaufverbrauch, also dem Kraftstoffverbrauch, wenn das Fahrzeug steht: Pkw (Kraftstoffverbrauch im Leerlauf in % des Gesamtverbrauchs) Lkw
London ist mit 15,60 l/100 km die Stadt mit dem höchsten Kraftstoffverbrauch bei Pkw. Das ist fast das 2,4-Fache des Wertes in Paris (6,51 l/100 km). Da in Paris und Madrid im Durchschnitt längere Fahrstrecken zurückgelegt werden, können Motoren ihre Betriebstemperatur erreichen. In London ist das aufgrund des Stop-and-Go-Verkehrs nie möglich. Rom weist in der Studie die höchste Stauintensität und den geringsten Kraftstoffverbrauch im Leerlauf bei Lkw auf (2,8 %). Langsamer, aber fließender Verkehr ist kraftstoffsparender als Stop-and-Go- Verkehr. Lkws in Paris verschwenden fast 1 von 5 Litern, während das Fahrzeug steht. Die Stop-and- Go-Bedingungen auf dem Boulevard Périphérique wirken sich dabei besonders negativ aus. Die vernetzten Fahrzeuge in dieser Studie verbrauchten 2025 im Leerlauf schätzungsweise 1,58 Millionen Liter Kraftstoff. Bei den durchschnittlichen Kraftstoffpreisen in Europa in jenem Jahr entspricht das ca. 2,6 Millionen Euro. Bei den Nutzfahrzeugen wurde Diesel im Wert von 600.000 Euro verbraucht. Pkw und Servicefahrzeuge verbrauchten weitere 2 Millionen Euro an Benzin.
(Kraftstoffverbrauch im Leerlauf in % des Gesamtverbrauchs):
13,6 %
18,2 %
1 London
Paris
1
13,2 %
2 Berlin
Amsterdam
12,5 %
2
12,9 %
3 Dublin
London
11,1 %
3
10,5 %
4 Amsterdam
Berlin
8,5 %
4
8,2 %
5 Madrid
Dublin
5,8 %
5
7,9 %
6 Rom
Rom
2,8 %
6
5,7 %
7 Paris
Madrid
2,8 %
7
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 9
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Die Sicherheitsdimension Anhand von GPS-basierten Daten zu riskanten Fahrmanövern (starkes Beschleunigen, starkes Bremsen und aggressives Kurvenfahren) aus vernetzten Fahrzeugen von Geotab im Jahr 2025 zeigt sich in allen sieben Städten ein einheitliches Muster: Effiziente Straßennetze sorgen für sicherere Fahrbedingungen. Städte mit höheren Effizienzwerten verzeichnen weniger riskante Fahrmanöver pro Fahrt:
Zwei Städte weichen vom Muster ab. Paris ist die gefährlichste Stadt pro Fahrt, obwohl sie bei der Effizienz im Mittelfeld liegt – 78,5 % aller riskanten Fahrmanöver sind starke Beschleunigungen. Fahrer geben aus jedem Stand heraus gewohnheitsmäßig Vollgas. Hohe Effizienz und hohe Gefährdung schließen sich nicht aus, wenn das Fahrverhalten und nicht die Infrastruktur ausschlaggebend ist. London ist im Vergleich zu seinem niedrigen Effizienzwert (29) ungewöhnlich sicher. Trotz der insgesamt zweithöchsten Ereigniszahl in der Studie liegt der Wert pro Fahrt mit 462 bei weniger als der Hälfte des Werts von Madrid. City- Maut, konsequente Durchsetzung von Verkehrsregeln und weniger aggressives Fahrverhalten gleichen Defizite bei der Infrastruktur aus. Die Sicherheitsbilanz Londons beruht gleichermaßen auf politischen Maßnahmen und der Gestaltung des Verkehrsnetzes. Rom bestätigt diesen Punkt: sehr hohe Stauintensität, aber lediglich 393 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten. Langsamer, aber fließender Verkehr ist sicherer als Stop-and-Go-Verkehr. Wo riskante Fahrmanöver sich häufen, ist ebenso wichtig wie die Anzahl. Amsterdam: 13,7 % aller städtischen Ereignisse entfallen auf das Autobahnkreuz Schiphol (ein lösbares, infrastrukturspezifisches Problem). Dublin: Auf der N7/ Naas Road ereignen sich 71 % aller Kurvenereignisse im größten Hotspot- Bereich. Paris: Auf dem Boulevard Périphérique kommt es zu permanentem Einfädeln und Wechseln der Fahrspur, ohne dass entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Berlin: Hotspots verteilen sich über westliche Bezirke und damit auch das Verkehrsaufkommen. Es gibt keinen einzelnen Engpass. Ein nach Städten differenziertes Benchmarking trennt Fahrverhalten und Straßenbedingungen. Ein Fahrer, der 1.000 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten verursacht, entspricht in Madrid dem Durchschnitt und liegt in Berlin deutlich darüber. Die Leistungsziele sollten das Netzwerk widerspiegeln, in dem Ihre Fahrer tätig sind.
Punktzahl Stadt
Ereignisse pro 1.000 Fahrten
“Die Struktur des Straßennetzes bestimmt, wann Fahrzeuge anhalten, wie sie beschleunigen und wie sie sich an jeder Kreuzung einfädeln können. Aus diesem Grund entwickeln sich die Effizienzwerte und Häufigkeit riskanter Fahrmanöver in fünf der sieben Städte parallel. Durch das nach Städten differenzierte Benchmarking können Betreiber das Fahrerverhalten von der Infrastruktur trennen. Die Häufigkeit riskanter Fahrmanöver eines Fahrers ist nur dann aussagekräftig, wenn Sie wissen, in welcher Stadt.”
Berlin
225
61
Dublin
315
49
Amsterdam
356
59
Rom
393
48
London
462
29
Madrid
1,088
25
Abhinav Vasu AVP Solutions Engineering EMEA, Geotab
Paris
1,191
37
Der Wert in Paris (1.191) ist 5,3-mal so hoch wie in Berlin (225). Bei Berlin und Madrid ist er in Madrid 4,8-mal so hoch.
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 10
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Der Mehrwert des Fuhrparkmanagements
Die Differenz von +26 in Rom ist das eindeutigste Beispiel: Lkw kommen in den engen Straßen deutlich besser zurecht als Pkw – begünstigt durch Lieferzeiten und professionelle Routenplanung. London und Madrid sind die einzigen Städte, in denen Lkw unterdurchschnittliche Leistungen erbringen. In London ergeben sich aufgrund von Busfahrbahnbeschränkungen, engen Straßen und komplexen Verladevorschriften einzigartige Herausforderungen bei der Frachtverladung. In Madrid ist die Variabilität bei Lkw (33) die geringste in der Studie – die Bedingungen für Nutzfahrzeuge sind äußerst unvorhersehbar.
In fünf von sieben Städten erzielen Lkw-Fuhrparks bessere Ergebnisse als Pkw-Fuhrparks. Beide Gruppen haben Geotab-Geräte. Der Vorteil ergibt sich aus der betrieblichen Struktur: festgelegte Routen und Lieferzeiten, Zeitplanung außerhalb von Spitzenzeiten und spezifische Infrastruktur für den Frachtverkehr. Pkw-Fuhrparks (Servicefahrzeuge, Verkaufsteams, Außendiensttechniker) sind häufiger an die Zeitpläne ihrer Kunden und Ziele während der Geschäftszeiten gebunden und haben weniger Flexibilität, Stoßzeiten zu vermeiden.
Pkw und Lkw Werte je Stadt
■ Pkw ■ Lkw
“In fünf von sieben Städten schneiden Lkw-Fuhrparks besser ab als Pkw-Fuhrparks, was auf ihre betriebliche Struktur zurückzuführen ist, einschließlich festgelegter Routen, Lieferzeiten und spezifischer Zugangsregelungen für Frachtverkehr. In Rom mit hoher Stauintensität schneidet der strukturierte Frachtbetrieb deutlich besser ab als unstrukturierte Pkw-Fuhrparks. Der Unterschied liegt in der betrieblichen Disziplin, und alle Fuhrparkbetreiber können darauf reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen.”
71 (+16)
65 (+10)
63 (+26)
57 (+14)
55
55
46 (+15)
43
37
31
29 27 (-2)
28
22 (-6)
Edward Kulperger Senior Vice President, EMEA, Geotab
Rom
Berlin
Paris
Dublin
Amsterdam
London
Madrid
Sortiert nach der Differenz zugunsten der Lkw
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 11
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Berlin liegt an der Spitze des Index mit der höchsten Gesamtpunktzahl (61). Es ist die einzige Stadt, in der beide Kriterien einen Wert über 60 erreichen. Dank der polyzentrischen Struktur verteilt sich das Verkehrsaufkommen über das gesamte Netz – kein einzelner Bereich dominiert das Staugeschehen, und kein einziger Engpass bestimmt den Betriebsalltag. Bei der Vorhersehbarkeit hebt sich Berlin noch weiter ab. Sein Variabilitätswert von 82 zählt zu den höchsten in der Studie. Das Stauaufkommen ist moderat, vor allem aber konstant – Fuhrparkbetreiber können ihre Planung verlässlich darauf abstimmen. Lkw-Fuhrparks (71) übertreffen Pkw (55) um 16 Punkte. Die strukturierte Organisation des Frachtverkehrs passt gut zu einem Netz, das Planung bereits begünstigt.
Stadtporträt: 01 Berlin: Der Maßstab
Für Fuhrparks in dieser Stadt
Punktzahl: 61
Berlin ist in dieser Studie die Referenz für eine optimale Betriebsumgebung. Die Fahrzeiten sind zuverlässig, die Häufigkeit riskanter Fahrmanöver ist niedrig und die Vorhersehbarkeit des Netzes ermöglicht eine verlässliche Zeitplanung. Die Hauptaufgabe für Fuhrparkbetreiber besteht darin, diese Disziplin beizubehalten, anstatt auf Unsicherheiten aufzubauen.
Fahrverhalten
Stau: 61
Fahrtenineffizienz: 62
Pkw: 55
Lkw: 71
225 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten – sicherste Stadt dieser Studie
11,06 L/100km 13,2 % des Kraftstoffverbrauchs im Leerlauf
16 PUNKTE Lkw übertreffen Pkw um 16 Punkte
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 12
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Amsterdam erreicht seine Punktzahl durch ein völlig anderes Modell als Berlin. Kompakte Stadtstruktur, kürzere durchschnittliche Fahrstrecken und optimierte Ampelsteuerung ergeben in der Studie den besten Wert (72) für die Fahrtenineffizienz – weniger Leerlauf während der Fahrt als in jeder anderen Stadt. Im Netzwerk können die Fahrzeuge sich reibungslos bewegen. Das Stauaufkommen ist solide (55), aber nicht überdurchschnittlich. Der Abstand von 6 Punkten zu Berlin ist auf die städtische Größenordnung zurückzuführen: Berlins polyzentrisches Netzwerk verfügt über mehr Kapazitäten, um die Nachfrage zu bewältigen. Amsterdam gleicht das durch Effizienz aus – weniger unnötig zurückgelegte Kilometer, weniger Kraftstoffverbrauch pro Fahrt. Ein bemerkenswerter Hotspot: 13,7 % aller riskanten Fahrmanöver in der Stadt finden am Autobahnkreuz Schiphol statt. Das ist ein erheblicher Anteil für einen einzelnen Standort, der auf ein lösbares Infrastrukturproblem und nicht auf ein systematisches Problem im gesamten Netz hinweist.
Stadtporträt: 02 Amsterdam: Kompakt und fließend
Für Fuhrparks in dieser Stadt Amsterdams kurze
Punktzahl: 55
Fahrtdistanzen passen gut zu städtischem Last-Mile- und Lieferverkehr. Der geringe Leerlaufverbrauch hält die Kraftstoffkosten in Grenzen. Das Autobahnkreuz Schiphol ist der einzige Ort, an dem sich eine aktive Routenplanung rund um Spitzenzeiten bezahlt macht – der Rest des Netzes ist weitgehend störungsfrei.
Fahrverhalten
Stau: 55
Fahrtenineffizienz: 72
Pkw: 55
Lkw: 65
356 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten
11,10 L/100km 10,5 % des Kraftstoffverbrauchs im Leerlauf
10 Punkte Lkw übertreffen Pkw um 10 Punkte
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 13
Zusammenfassung
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Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Hinter dem Gesamtergebnis von Dublin (49) verbirgt sich ein erhebliches Gefälle zwischen den Fahrzeugtypen. Pkw erzielen 43 Punkte und wirken sich damit negativ auf die Gesamtplatzierung der Stadt aus. Mit einem Wert von 57 liegen Lkw um 14 Punkte höher. Das ist die aus betrieblicher Sicht aufschlussreichste Erkenntnis aus den Daten von Dublin. Die Erklärung lautet Terminplanung. Lkw-Betreiber in Dublin nutzen Lieferzeiten außerhalb der Spitzenzeiten effektiv und verlagern ihre Aktivität damit aus Zeiten mit dem höchsten Verkehrsaufkommen. Pkw-Fuhrparks, die sich an Geschäftszeiten und Kundenpläne halten müssen, haben weniger Spielraum, dies ebenfalls zu tun. Die Daten liefern ein anschauliches Beispiel dafür, was strukturierte Abläufe in einer Umgebung mit mittlerer Stauintensität bewirken können. Ein netzspezifisches Risiko: Auf der N7/Naas Road ereignen sich 71 % aller Kurvenereignisse im größten Hotspot- Bereich. Aufgrund der Struktur dieses Bereichs besteht ein permanentes Risiko für die dort verkehrenden Fahrzeuge – ein Aspekt, den jeder Fuhrpark berücksichtigen sollte, der regelmäßig auf dieser Strecke unterwegs ist.
Stadtporträt: 03 Dublin: Stadt der Lkw
Für Fuhrparks in dieser Stadt Die Zeitplanung außerhalb von Spitzenzeiten ist in Dublin maßgeblich. Der Unterschied zwischen Lkw- und Pkw- Fuhrparks zeigt, dass dies in großem Maßstab funktioniert – Fuhrparks, die strukturierte Lieferzeiten nutzen, schneiden deutlich besser ab als solche, die dies nicht tun. Die N7/Naas Road erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Routenplanung und der Fahrerunterweisung.
Punktzahl: 49
Fahrverhalten
Stau: 48
Fahrtenineffizienz: 52
Pkw: 43
Lkw: 57
315 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten
11,97 L/100km 12,9 % des Kraftstoffverbrauchs im Leerlauf
14 Punkte Lkw übertreffen Pkw um 14 Punkte
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 14
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Bei Rom liegt das widersprüchlichste Ergebnis der Studie vor. Die Stadt hat den schlechtesten Stauwert (39) aller untersuchten Städte, erzielt jedoch den besten Wert bei der Fahrtenineffizienz (74), den geringsten Kraftstoffverbrauch im Leerlauf bei Lkw sowie die größte Leistungsdifferenz zwischen Lkw und Pkw in der Studie. Der Verkehr ist zäh, aber er fließt. Die Fahrzeuge bewegen sich gleichmäßig vorwärts – ohne häufiges Anhalten und Anfahren. Dieser Unterschied führt zu besseren Ergebnissen, als es der Stauwert allein vermuten lässt. Der Lkw-Vorteil (+26) besteht nicht trotz der Bedingungen in Rom, sondern ist zum Teil genau darauf zurückzuführen. Spezielle Lieferzeiten und professionelle Routenplanung ermöglichen strukturierte Abläufe in einem Netz aus engen Straßen und historischen Stadtstrukturen, die eine spontane Navigation erheblich erschweren. Lkw, die innerhalb dieses Systems unterwegs sind, schneiden besser ab als solche, die es nicht tun – und zwar hier deutlicher als in jeder anderen Stadt der Studie. Vorhersehbarkeit bestätigt dieses Bild (Variabilitätswert 80). Das Stauaufkommen in Rom ist zahlenmäßig gesehen gravierend, tritt jedoch immer zu den gleichen Zeiten auf. Fuhrparks, die entsprechend planen, arbeiten zuverlässiger, als die reine Punktzahl vermuten lässt.
Stadtporträt: 04 Rom: Langsam, aber fließend
Für Fuhrparks in dieser Stadt Planen Sie Staus in den
Punktzahl: 48
Zeitplan ein, anstatt gegen sie anzukämpfen. Da der Verkehr in Rom gut vorhersehbar ist, lassen sich Ankunftszeiten zuverlässig planen, sofern die Muster im Netz beachtet werden. Lieferzeiten sind das entscheidende Werkzeug – die Daten zeigen, dass Fuhrparks, die sie nutzen, einen Leistungsvorteil von 26 Punkten haben.
Fahrverhalten
Stau: 39
Fahrtenineffizienz: 74
Pkw: 37
Lkw: 63
396 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten
2,8 % Kraftstoffverbrauch im Leerlauf bei Lkw – niedrigster Wert dieser Studie
26 Punkte Lkw übertreffen Pkw um 26 Punkte (größte Differenz)
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 15
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
In Paris wird ein Widerspruch sichtbar, den die Daten klar belegen. Die Stauintensität bei Pkw überschreitet zu jeder Tageszeit den Schwellenwert. Es gibt keine staufreien Zeitfenster, und dennoch gehört der Variabilitätswert der Stadt mit 83 zu den höchsten in der Studie. Die Überlastung ist konstant, aber bemerkenswert konsistent. Ein so vorhersehbarer Stillstand, dass er planbar ist. Das Sicherheitsprofil erzählt eine andere Geschichte. Paris führt mit 1.191 riskanten Fahrmanövern pro 1.000 Fahrten das Ranking an. 78,5 % sind starke Beschleunigungen – Fahrer geben aus dem Stand heraus gewohnheitsmäßig Vollgas. Auf dem Boulevard Périphérique und im Stadtzentrum kommt es zu dichtem Verkehr, der allerdings nicht so gleichmäßig fließt wie in Rom. Stau in Paris bedeutet Stop-and-Go; in Rom ist er gleichmäßig. Dieser Unterschied ist in den Kraftstoffdaten sichtbar: Lkw in Paris verbrauchen 18,2 % des gesamten Kraftstoffverbrauchs im Leerlauf. Das ist der schlechteste Wert der Studie. Lkw übertreffen immer noch die Pkw (+15). Das zeigt, dass strukturierte Frachtbetriebe Möglichkeiten finden, auch unter den schwierigsten Bedingungen zu arbeiten.
Stadtporträt: 05 Paris: Stauintensiv, aber vorhersehbar
Für Fuhrparks in dieser Stadt Die Vorhersehbarkeit der Staus in Paris ist ein wesentlicher Betriebsvorteil. Lieferungen am Tag sollten an das Staugeschehen angepasst werden – nicht gegen dieses geplant werden. Die größten Effizienzgewinne erzielt man außerhalb von Spitzenzeiten und in der Nacht. Der Variabilitätswert von Paris zeigt, dass Fuhrparks, die bereit sind, ihre Planung darauf abzustimmen, eine hohe zeitliche Präzision erreichen können.
Punktzahl: 37
Fahrverhalten
Stau: 30
Fahrtenineffizienz: 58
Pkw: 31
Lkw: 46
1.191 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten – höchster Wert dieser Studie
18,2 % des Kraftstoffverbrauchs im Leerlauf durch Lkw – höchster Wert dieser Studie
15 Punkte Lkw übertreffen Pkw um 15 Punkte
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 16
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
London schneidet bei der Effizienz schlecht ab (29), weicht jedoch in Sachen Sicherheit vom Muster ab. Mit 462 riskanten Fahrmanövern pro 1.000 Fahrten liegt London deutlich unter Madrid oder Paris. Das ist angesichts der Infrastruktur ungewöhnlich sicher. Grund dafür sind politische Maßnahmen: City-Maut, konsequente Durchsetzung von Verkehrsregeln und weniger aggressives Fahrverhalten haben zu einer Sicherheitsbilanz geführt, die allein durch das Straßennetz nicht erklärbar wäre. Der Kraftstoffverbrauch ist weniger eindeutig. London ist mit 15,60 l/100 km die Stadt mit dem höchsten Kraftstoffverbrauch bei Pkw. Das ist fast das 2,4-Fache des Wertes in Paris. Im Stop-and-Go-Verkehr erreichen Motoren nicht ihre Betriebstemperatur, und der Verbrauch im Leerlauf mit 13,6 % zählt zu den höchsten in der Studie. Nicht die Distanz, sondern dauerhaft niedrige Geschwindigkeiten bestimmen die Kosten. London ist eine von nur zwei Städten, in denen Lkw schlechter abschneiden als Pkw. Einschränkungen auf Busspuren, enge Straßen und komplexe Vorschriften für Ladezonen mindern die betrieblichen Vorteile, von denen der Frachtverkehr üblicherweise profitiert. Die Unvorhersehbarkeit verschärft die Situation zusätzlich: Dieselbe Lieferroute kann an einem Tag 20 Minuten und am nächsten 50 Minuten dauern.
Stadtporträt: 06 London: Herausforderung für die Planung
Für Fuhrparks in dieser Stadt
Punktzahl: 29
Planen Sie mit größeren Lieferfenstern, als es die Entfernung vermuten lässt. Dynamische Routenführung ist in London nicht optional – Feste Routen schlagen fehl, wenn die Reisezeiten so variabel sind. Die Sicherheitsdaten spiegeln die Richtlinien wider und nicht die Netzwerkbedingungen. Sie sollten nicht als Beweis dafür interpretiert werden, dass die Betriebsumgebung tolerant ist.
Fahrverhalten
Stau: 21
Fahrtenineffizienz: 52
Pkw: 29
Lkw: 27
432 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten
15,60 L/100km höchster Wert dieser Studie; 13,6 % Verbrauch im Leerlauf
2 Punkte Lkw erzielen 2 Punkte weniger als Pkw
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 17
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Madrid liegt am unteren Ende des Index mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl (25) und den niedrigsten Punkten bei Stauintensität (16). Das Stauaufkommen überschreitet bei beiden Fahrzeugtypen zu jeder Stunde kritische Werte – es gibt kein nutzbares Zeitfenster im Betriebsalltag. Die Kennzahl zur Bewältigung von Stau liegt nahezu bei null. Was Madrid für Frachtbetreiber besonders schwierig macht, ist die Unvorhersehbarkeit, die die Überlastung verstärkt. Die Variabilität von Lastwagen (33) ist in der Studie am niedrigsten. Die Bedingungen für Nutzfahrzeuge sind nicht nur durchweg schlecht, sondern auch unbeständig. Die Planung unter Berücksichtigung des Netzes ist schwieriger, wenn sich das Netz selbst von Tag zu Tag anders verhält. Madrid ist eine von nur zwei Städten, in denen Lkw schlechter abschneiden als Pkw und 6 Punkte weniger erzielen. Aufgrund der Kombination aus Stauaufkommen, städtischer Straßenführung und Zeitbeschränkungen kommen die strukturellen Vorteile des Frachtverkehrs hier nicht in gleichem Maße zum Tragen wie in anderen Städten.
Stadtporträt: 07 Madrid: Unter Druck
Für Fuhrparks in dieser Stadt
Punktzahl: 25
Routenplanung in nahezu Echtzeit und dynamische Einsatzsteuerung sind Grundvoraussetzungen. Da nicht verlässlich vorhersehbar ist, wann Stau auftritt, und angesichts der niedrigsten Lkw-Variabilität in der Studie, führt starre Planung häufig zu schlechteren Ergebnissen. Madrid belohnt Anpassungsfähigkeit vor Planung.
Fahrverhalten
Stau: 16
Fahrtenineffizienz: 54
Pkw: 28
Lkw: 22
1.088 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten
6,82 L/100km Pkw;
6 Punkte Lkw erzielen 6 Punkte weniger als Pkw
Kraftstoffverbrauch im Leerlauf bei Lkw 2,8 %
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 18
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Was das für Sie bedeutet
Für Fuhrparkbetreiber
Für Stadtplaner
Für Fahrer
Für Entscheidungsträger
Die Daten zeigen, dass die betriebliche Struktur – durchdachte Planung von Routen und Lieferzeiten, frachtspezifische Strategien – messbar bessere Ergebnisse erzielt als weniger strukturierte Ansätze, selbst wenn dieselbe Technologie für vernetzte Fahrzeuge zum Einsatz kommt. Ein pünktlich verkehrender Fuhrpark in London erreicht etwas, das sich strukturell von dem unterscheidet, was ein Fuhrpark in Berlin leistet – das Straßennetz stellt eine grundlegend andere Herausforderung dar. Städte mit hoher Variabilität (London, Madrid) belohnen betriebliche Flexibilität – größere Lieferfenster, Routenplanung nahezu in Echtzeit und Anpassungsfähigkeit. Städte mit hoher, aber vorhersehbarer Stauintensität (Rom, Paris) belohnen eine durchdachte Routenplanung – die Verkehrsbelastung
Die Daten verdeutlichen, wo der Hebel primär anzusetzen ist: Staumanagement, nicht individuelles Fahrzeugverhalten. Die Städte mit der höchsten Punktzahl haben in die Verteilung der Verkehrslast investiert (polyzentrische Strukturen, breitere Hauptverkehrsstraßen, koordinierte Ampelschaltungen). Dieser strukturelle Unterschied erklärt die Unterschiede zwischen Städten weitaus besser als alles, was Fuhrparks mit ihren eigenen Fahrzeugen tun. Daten aus vernetzten Fahrzeugen ermöglichen es, die Infrastrukturleistung kontinuierlich und objektiv zu messen – nicht nur zum Zeitpunkt der Investition, sondern dauerhaft und vergleichbar über Städte hinweg.
Die Stadt prägt die Daten mehr, als die meisten Benchmark-Systeme bestätigen. Ein Fahrer, der in Madrid 900 riskante Fahrmanöver pro 1.000 Fahrten verursacht, entspricht dem Durchschnitt. Derselbe Wert würde in Berlin etwa dem Vierfachen des Durchschnitts entsprechen. Die meisten Abweichungen bei den Daten zu riskanten Fahrmanövern sind auf das Straßennetz zurückzuführen, nicht auf die Fahrer – und das hat Auswirkungen darauf, wie Leistungsdaten ausgewertet und wie Verbesserungsziele festgelegt werden.
Die Maßnahmen, die Berlin und Amsterdam zu ihrer guten Leistung geführt haben (verteilte Straßennetze, koordinierte Ampelschaltungen, spezielle Infrastruktur für den Frachtverkehr) sind keine Unbekannten. Die schwierigere Frage ist, ob Städte in großem Maßstab investieren werden und ob sie Zugang zu objektiven, kontinuierlichen Messungen dessen haben werden, was funktioniert. Dieser Index bildet einen Teil dieser Grundlage. Der Umfang dessen, was strukturell möglich ist, ist erheblich. Würden alle sieben Städte den Effizienzwert von Berlin erreichen, ergäbe sich in der Region insgesamt eine Verbesserung von 39% (weniger Staus, geringere Emissionen und zuverlässigere Fahrzeiten).
ist zwar hoch, aber beständig genug, um bei der Planung berücksichtigt zu werden.
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 19
Zusammenfassung
Vorwort
Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Ausblick
Daten verändern beide Seiten dieser Gleichung. Städte, die in evidenzbasierte Infrastrukturentscheidungen investieren – und den Frachtverkehr kontinuierlich statt nur punktuell messen –, können sich besser an veränderte Nachfrage anpassen. Fuhrparks, die Routenplanung nahezu in Echtzeit und dynamische Einsatzplanung fest in ihre Abläufe integrieren, erzielen bessere Ergebnisse als solche, die dies nicht tun. Die in dieser Studie dokumentierte Effizienzlücke ist eine statische Momentaufnahme eines dynamischen Systems. Die Frage ist, wer diese Lücke schließt und mit welchen Tools. Die Richtung ist klar. Der städtische Frachtverkehr wird schwieriger, bevor die städtische Infrastruktur damit Schritt halten kann. Die Fuhrparks und Städte, die auf Daten – nicht auf Annahmen – basieren, werden diesen Zeitraum besser bewältigen als diejenigen, die dies nicht tun.
Das städtische Frachtvolumen steigt schneller als die Straßenkapazität. Die
sieben Städte in dieser Studie befinden sich bereits an unterschiedlichen Punkten dieser Entwicklung. Berlin bewältigt die Nachfrage durch eine dezentrale Infrastruktur, Madrid an der Grenze dessen, was sein Netz ohne strukturelle Veränderungen bewältigen kann. Diese Lücke wird sich weiter vergrößern, wenn die heute bestehenden Muster anhalten. Die Ausweitung emissionsfreier Zonen fügt einer bereits eingeschränkten Umgebung eine Ebene der Komplexität hinzu. London, Paris, Amsterdam, Brüssel und Madrid haben in den letzten Jahren Zugangsbeschränkungen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingeführt oder ausgeweitet. Fuhrparkbetreiber, die in mehreren europäischen Märkten tätig sind, müssen sich mit Compliance- Rahmenbedingungen auseinandersetzen, die sich von Stadt zu Stadt unterscheiden und sich im Laufe politischer Zyklen verändern. Die betrieblichen Strafen für eine fehlgeschlagene Lieferung innerhalb einer eingeschränkten Zone sind höher als vor fünf Jahren – und steigen weiter.
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 20
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Einleitung Ranglisten
Zwei Säulen
Sicherheitsdimension
Fuhrparkmanagements
Stadtporträts
Was das für Sie bedeutet
Ausblick
Methodik
Methodik
Kriterium 1: Verkehrsfluss [ 75 % der Fahrzeugbewertung]
Kriterium 2: Was Staus kosten [ 25 % der Fahrzeugbewertung]
Die Messung zeigt, wie leicht Fahrzeuge sich durch das Netzwerk bewegen können. Besteht aus drei Unterkomponenten:
Erfasst den durch Fahrzeuge im System verursachten Kraftstoffverbrauch, wobei der Schwerpunkt auf dem Leerlauf während der Fahrt liegt. Höhere Leerlaufquoten deuten auf Stau, schlechte Ampelschaltung und Engpässe hin.
Stauintensität (AUC) – 50 % Gewichtung – Gesamtbelastung durch Stau im Tagesverlauf.
Gesamtpunktzahl = (Pkw-Wert x 0,60) + (Lkw-Wert x 0,40)
Staufreie Zeitfenster (Stunden unterhalb des Schwellenwerts) – 25 % Gewichtung – Stunden pro Tag mit frei fließendem Verkehr.
Die Gewichtung von 60/40 trägt dem Umstand Rechnung, dass Pkw den größten Anteil an der Verkehrsnachfrage haben, während der Lkw-Anteil die logistische Effizienz abbildet. Die Bewertungen werden separat vorgenommen, da das gleiche Straßennetz für Pkw und schwere Fahrzeuge sehr unterschiedlich funktionieren kann.
Variabilität der Fahrzeiten – 25 % Gewichtung – Vorhersehbarkeit der Fahrzeiten.
Wichtige Hinweise zu den Daten: –
– Schwellenwert für die Stauintensität: Definiert als durchschnittliche Fahrzeiten von mehr als 120 % der freien Verkehrsbedingungen, validiert anhand typischer Stoßzeitenmuster. – Berechnungen der Kraftstoffkosten: Die Kosten für den Kraftstoffverbrauch im Leerlauf basieren auf den durchschnittlichen Tankstellenpreisen des Jahres 2025 gemäß dem wöchentlich erscheinenden „Oil Bulletin“ der Europäischen Kommission (EU-Durchschnitt: Diesel 1,55 €/l, Benzin 1,63 €/l) für Städte in der EU sowie gemäß den „Weekly Road Fuel Prices“ der britischen Regierung (Diesel 143 Pence/l, Benzin 135 Pence/l) für London geschätzt. Die britischen Preise wurden mit dem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,185 GBP/EUR im Jahr 2025 in EUR umgerechnet.
Stichprobe, keine Vollerhebung: Geotab-Daten stellen ein Beispiel für vernetzte Fahrzeuge dar. Die Werte sind normalisiert und relativ. – Gesamtjahresanalyse: Alle Ergebnisse basieren auf Daten für das Gesamtjahr 2025 (Januar bis Dezember) und berücksichtigen saisonale Schwankungen, Feiertage und einmalige Ereignisse. – Aggregation auf Stadtebene: Die Punktzahlen stellen das gesamte städtische Straßennetz dar. Einzelne Korridore oder Bezirke können abweichen. – Fahrzeugklassifizierung: Basierend auf Geotab-Gerätekonfiguration Mehrzweckfahrzeuge sind ausgenommen.
Index für die Frachteffizienz in Städten Europas 21
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